Herbstzeit - Kürbiszeit

Kleines Kürbislexikon, Tipps und Tricks bei der Zubereitung von Kürbisrezepte

Kürbisse sind in der herbstlichen Zeit eine beliebte Dekoration. Doch längst haben diese auch einen kulinarischen Einzug in unsere Küchen gehalten. Lange Zeit galten Kürbisse als "Arme-Leute-Essen" oder wurden lediglich als Viehfutter verwendet. Doch seit einigen Jahren gewinnt der Kürbis immer mehr an Beliebtheit. Ob als klassische Kürbissuppe oder Gemüsebeilage - selbst ausgefallene Desserts lassen sich mit Kürbis zubereiten.


Kürbistipps

Achten Sie beim Einkauf auf eine intakte Schale, denn nur so lässt sich der Kürbis über einen längeren Zeitraum lagern. Optimale Lagertemperatur ist zwischen 10 und 15°C.

Manchen Kürbissen tut eine Lagerung recht gut, da sie nachreifen und dabei ihr volles Aroma entfalten können. Der Kürbis muss auf Klopfen hohl klingen. Nur dann ist er reif und hat seinen ausgeprägten Geschmack.

Wenn Sie geschnittene Kürbisstücke kaufen, achten Sie beim Kauf auf eine glatte und feste Schnittstelle. In Frischhaltefolie gewickelt halten sich die Stücke einige Tage im Kühlschrank.

Zu viel Kürbis? Kein Problem. Kürbis lässt sich auch problemlos einfrieren. Sie können Kürbiswürfel roh einfrieren oder Sie machen ein Kürbispüree und frieren dieses ein. Bei vielen Rezepten braucht man sowieso Püree zur Herstellung des Gerichtes.


Gesunder Kürbis

Alles in allem ist der Kürbis nicht nur ein leckeres Gemüse, sondern darüber hinaus auch sehr gesund. Kürbisse können uns den ganzen Winter über mit den wichtigsten Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Das tolle daran ist auch, dass der Kürbis bei der Lagerung nichts an seinen Vitalstoffen verliert.

Kürbis ist fettfrei, reich an Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen. Kürbisfleich hat einen hohen Anteil an Vitamine A, B, C und E. Orangefleischige Sorten enthalten zudem besonders viel Beta-Karotin.

Kürbisfleisch gilt durch den hohen Wassergehalt von 85-90% als idealer Schlankmacher.


Kürbissorten

Es gibt eine unzählige Zahl (man spricht von 800) von verschiedenen Kürbissorten und Arten. Ich möchte Ihnen die gängigsten und beliebtesten Sorten ein wenig näher bringen.


Muskatkürbis
Muskatkürbis – Der Muskatkürbis gehört zur Gruppe der Moschuskürbisse. Er hat eine flachrunde Form, ist stark gerippt, hat eine dunkelgrüne bis braune Schale und wird bis zu 20 Kilogramm schwer. Sein Fruchtfleisch ist fest, leuchtend orange mit leichten Rottönen. Der Muskatkürbis eignet sich für alle Zubereitungsarten und kann auch roh gegessen werden. Bei optimaler Lagerung bis zu acht Monate haltbar.

Butternusskürbis mit Kernen
Butternusskürbis
Butternusskürbis – Der Butternut Kürbis ist birnenförmig mit glatter beiger Farbe. Sein Fruchtfleisch ist orangefarben, weich und mit nussigem Aroma - der Geschmack verleiht dem Kürbis seinen Namen. Der Kernanteil ist bei diesem Kürbis eher gering. Die Kerne sind im bauchigen Teil der Frucht zu finden.
Dieser Kürbis lässt sich leicht verarbeiten und ist durch sein nussiges Aroma sehr beliebt. Er eignet sich für alle Zubereitungsarten und kann auch roh gegessen werden.
Sein Gewicht liegt zwischen einem und fünf Kilogramm. Bei optimaler Lagerung kann er bis zu einem Jahr aufbewahrt werden.

Hokkaido
Hokkaido – Der aus Japan stammende Hokkaido-Kürbis gehört zur Familie der Riesenkürbisse. Jedoch bleibt er klein und sein optimales Gewicht liegt zwischen einem halben und zwei Kilogramm. Er hat eine leicht gerippte Haut, sein Fruchtfleisch ist orange und der Geschmack erinnert an Kastanien. Seine Schale kann mitgegessen werden, aber ich schäle den Hokkaido trotzdem.

Bleu de Hongrie
Bleu de Hongrie – Diesen Kürbis lernte ich in Ungarn kennen. Sein orangefarbenes Fruchtfleisch und der Geschmack sind dem Muskatkürbis sehr ähnlich. Diese Sorte ist bei uns noch nicht so bekannt und kann bis zu acht Monate gelagert werden. Dieser Kürbis eignet sich für alle Zubereitungsarten.

Sweet Dumpling
Sweet Dumpling – Sweet Dumpling – süßes Dickerchen. So heißt diese kleine aromatische Kürbissorte. Sein knackiges, leicht orangefarbenes Fruchtfleisch schmeckt, wie es der Name schon vermuten lässt, leicht süßlich. Dieser Kürbis ist ideal zum Füllen und kann im Ofen gegart werden.

Spaghettikürbis
Spaghettikürbis – Der Spaghettikürbis hat ein hellgelbes Fruchtfleisch. Beim Kochen dieses Kürbisses zerfällt sein Fruchtfleisch in feine Streifen, die wie Spaghetti aussehen.
Der ganze Kürbis wird mit der Schale gekocht und sollte vorher rundherum eingestochen werden, damit er gleichzeitig gar wird. Aufschneiden und mit einer Gabel die Fasern heraus zupfen und auf Teller wie Spaghetti anrichten. Einen halben Kürbis können Sie herrlich in Ofen garen und gratinieren.
Der Spaghettikürbis ist nur begrenzt lagerfähig – gar nicht erst probieren.

Halloween Kürbis
Halloween Kürbis – Wer kennt sie nicht, die beleuchteten Kürbislaternen zu Halloween mit den schaurigen Fratzen. Diese Sorten werden großteils nur für diesen Zweck angebaut und sind zum Schnitzen super geeignet. Kulinarisch gesehen haben diese Kürbisse kaum eine Bedeutung in der Küche, obwohl sie auch verarbeitet werden können. Ich möchte fast behaupten, dass diese für den Genuss eher ungeeignet sind. Sie haben wenig Eigengeschmack und das Fruchtfleisch ist auch nicht so farbig wie bei den edlen Speisekürbissen.
Halloween Kürbisse sind auch nur begrenzt lagerfähig – besonders bereits geschnitzte Kürbisse.

Steirischer Ölkürbis
Steirischer Ölkürbis – Nicht vergessen dürfen wir den Steirischen Ölkürbis, aus dem die Kerne für das Kürbiskernöl gewonnen werden. Sobald die Kürbisse reif sind, werden die Samen entnommen, gewaschen, bei 50°C getrocknet und anschließend gemahlen. Um nun Öl aus dem Kürbismehl zu gewinnen, wird dieses mit Hilfe von Wasser und Salz vermischt und noch einmal geröstet. Dieser Brei wird anschließend gepresst und das schwarze Gold der Steiermark, wie Kernöl auch genannt wird, ist geboren.
Kernöl ist dunkelgrün, dickflüssig und sehr gesund. Alle wichtigen Spurenelemente, Vitamine und Mineralien sind von Natur aus in Kürbiskernen enthalten. Die Inhaltstoffe der Kürbiskerne gelten seit langem als Heilmittel bei Blasen- und Prostataleiden.
Für einen Liter Kernöl werden ca. 3 Kilo der Kerne oder 35 ganze Kürbisse benötigt.
Kernöl lässt sich vielseitig in der Küche verwenden, ob für Salat oder in der Kürbiscremsuppe. Selbst bei Desserts findet Kernöl Verwendung. Geröstete und gesalzene Kerne schmecken nicht nur auf Salat und in der Suppe, sondern sind auch zum Knabbern sehr beliebt.


Kürbisrezepte

Geschmorter Ofenkürbis
Kürbis - Ingwer Crème brûlée
Kürbischutney
Kürbiscremesuppe mit Curry und Ingwer
Kürbisgemüse
Kürbisgulasch mit Fleisch
Kürbiskerneis
Kürbispfanne mit Curry und Huhn
Kürbisrahmspätzle
Kürbisrisotto


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