Reisebericht Gran Canaria - Rundreise

Die Rundreise über Gran Canaria möcht ich mit Playa del Ingles und Maspalomas beginnen. Die zwei größten touristischen Zentren in Süden der Insel.

Playa del Ingles ist das größte künstliche Feriendorf Spaniens und bietet mit vielen Restaurants, Bars, Hotels und Bungalowanlagen turbulentes Leben bei Tag und bei Nacht. In Playa haben Sie den längsten Sandstrand von Gran Canaria.
Maspalomas mit den berühmten Sanddünen und dem 56 Meter hohen Leuchtturm bietet genau das Gegenteil zu Playa del Ingles. Noble Hotelanlagen, eine ruhige Strandpromenade mit gepflegten Restaurants, Bars und schicken Edelboutiquen laden zum Verweilen und Bummeln ein.
Meloneras - durch den Bauboom hier im Süden entsteht ein neues touristisches Zentrum.

Puerto de Mogan – liebevoll auch klein Venedig genannt, halte ich persönlich für ein bisschen übertrieben. Das verträumte Fischerdörfchen mit dem Hafen, den liebevoll renovierten Häusern und den blumenbeladenen Balkonen bietet aber ein absolutes Highlight auf Gran Canaria.

Schlendern Sie entlang der Hafenpromenade und genießen Sie einen Besuch in einem der besten Fischrestaurants auf der Insel: La Caracola – Die Strandmuschel.
Entlang der Westküste fuhren wir hinauf zur Nordküste. Trotz Klimaanlage im Auto kommt man auf der teils abenteuerlichen, kurvenreichen Strasse ins Schwitzen. Vorbei an San Nicolas de Tolentino gelangten wir zum Mirador de Balcon.

An diesem Aussichtspunkt sollten Sie unbedingt eine Rast einlegen. Genießen Sie den Ausblick, auch wenn Ihnen eine steife Prise um die Nase weht. Auf jeden Fall sollten Sie aber schwindelfrei sein. Die Inselmitte präsentiert sich mit grünen Tälern, Stauseen und einem enormen Gebirgsmassiv mit dem Roque Nublo, dem Wahrzeichen von Gran Canaria.
Im Inselinneren finden Sie an den Wegrändern wild wachsende Kakteen mit Früchten darauf. Da ist wieder einmal der Koch in mir durchgebrochen, denn ich musste mir gleich eine pflücken und diese probieren. Diese schmecken herrlich und sind sehr saftig, so dass einem beim Essen der Saft über die Finger läuft. Aber Vorsicht – schlecken Sie nach dem Genuss dieser Früchte keinesfalls Ihre Finger ab. Denn diese Früchte haben lauter kleine Stacheln, die man nicht merkt, wenn man die Frucht pflückt.

Woher ich das weiß? Ja ich habe meine Finger nach dem Verzehr dieser Früchte abgeschleckt und habe dann im ganzen Mund die zahlreichen kleinen Stacheln stecken gehabt. Also bitte nicht nachmachen!

Die Kirch Iglesia de San Juan Bautista in Arucas, fälschlicher Weise immer als Kathedrale bezeichnet, wurde aus blau-grauem Basaltstein errichtet und erst 1970 fertig gestellt.

An diesem Tag präsentierte sich das typische kanarische Wetter - im Süden blauer Himmel und der Norden war bewölkt. Ja, es hat sogar geregnet. Wenn Sie also einmal Erholung von der Sonne brauchen dann fahren Sie in den Norden!

In Arucas besuchten wir auch noch den botanischen Garten Parque de Gouiè.
Die Herstellung von Rum hat in Arucas eine lange Tradition. In Form einer Führung können Sie die Fabrik besuchen und anschließend die Erzeugnisse verkosten - natürlich auch käuflich erweben.

Eine Besonderheit in der Fabrik sind die Eichenfässer, an denen sich Persönlichkeiten, die schon einmal die Fabrik besucht haben, mit ihren Autogrammen verewigt haben. Hätte man mich gefragt, ich hätte auch eines der Fässer signiert ;-)
Auf keinen Fall sollten Sie einen Besuch in Las Palmas versäumen. Die Inselhauptstadt bietet nicht nur eine Menge an Sehenswürdigkeiten, sondern beherbergt auch einen der größten Atlantikhäfen der Welt – Puerto de la Luz.

Beginnen Sie einen Bummel durch Las Palmas bei der Kathedrale Santa Ana. Steigen Sie auch auf den Turm der Kathedrale und genießen Sie den Ausblick auf die Stadt und das Meer.
Unterhalb der Kathedrale Richtung Meer befindet sich die Casa de Colon – das Kolumbushaus - und auch die älteste Markthalle der Stadt. Den Mercado de las Palmas sollten Sie unbedingt besuchen – spanisches Lebensgefühl pur!

Überqueren Sie die Strasse Richtung Teatro Perez Galdos. Schlendern Sie entlang der Fußgängerzone mit vielen Geschäften bis zum Parque de San Telmo.

Gönnen Sie sich im Parque de San Telmo eine kleine Pause, denn hier befindet sich ein wunderschöner Jugendstilpavillon, der zu einem Cafe umgebaut wurde.

Beim Parque de San Telmo befindet sich auch die Busstation, von wo aus Sie zurück nach Playa oder Maspalomas fahren können.
Es gibt noch eine Menge anderer Sehenswürdigkeiten in Las Palmas. Wenn Sie aber so wie ich, an gutem Essen interessiert sind, werden Sie in der Hauptstadt viele tolle Restaurants finden. Dann bleibt natürlich nicht mehr so viel Zeit für die Kultur übrig. Auf keinen Fall sollten Sie einen Besuch in einer der typischen Tapasbars in Las Palmas verabsäumen - ein wahres Erlebnis.

Mit den Bildern aus Las Palmas möchte ich den kleinen Reisebericht über Gran Canaria beenden und hoffe, Ihnen Lust gemacht zu haben, bei Ihren nächsten Urlaub auf Gran Canaria nicht nur Sand und Meer zu sehen.

Mehr über die Küche der Kanaren und der Tapas erfahren Sie in meinem kulinarischen Bericht über Gran Canaria - Rezepte, Restauranttipps und allgemeines über die Küche der Kanaren.


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